Lernen

Fang oben an, wenn du neu bist. Alles Weitere setzt nur voraus, was davor steht.

Teil 1 — Das Spiel

Noch nie Blackjack gespielt? Lies das einmal, dann ergibt der Rest der Seite Sinn.

1

Das Ziel ist nicht 21

Du spielst gegen den Dealer, nicht gegen die anderen Spieler. Du gewinnst, wenn du am Ende mehr hast als der Dealer — ohne über 21 zu kommen.

Darüber hinauszugehen heisst Bust, und du verlierst sofort — auch wenn der Dealer danach ebenfalls überkauft. Aus dieser einen Regel stammt der Vorteil des Casinos.

Du
19
Dealer
17

19 schlägt 17. Keine der Hände ist nahe an 21.

2

Was die Karten wert sind

Zahlenkarten zählen ihren Zahlwert. Bube, Dame und König zählen alle 10 — deshalb steckt ein Deck voller Zehner.

Das Ass ist besonders: Es zählt 11, ausser das würde dich überkaufen — dann zählt es 1. Du musst nie wählen; es nimmt immer den Wert, der dir hilft.

2
7
10
10
1 oder 11
3

Harte und weiche Hände

Eine Hand mit einem Ass, das noch 11 zählt, heisst weich. Jede andere Hand ist hart.

Das zählt mehr, als es klingt: weich 17 und hart 17 sind dieselbe Zahl, verlangen aber völlig anderes Spiel — denn eine weiche Hand kann mit einer weiteren Karte nicht überkaufen.

Weich
soft 17

Das Ass kann noch auf 1 fallen, deshalb kann keine weitere Karte diese Hand überkaufen.

Hart
17

Gleiche Summe, keine Reserve — jede Karte über 4 überkauft dich.

4

Wie eine Runde abläuft

Du setzt. Alle bekommen zwei offene Karten. Der Dealer nimmt ebenfalls zwei, aber nur eine ist sichtbar — die offene Karte. Die verdeckte heisst Hole Card.

Du bist zuerst dran, dann spielt der Dealer. Genau diese Reihenfolge ist das Problem: Überkaufst du dich, ist dein Geld weg, bevor der Dealer überhaupt etwas tun muss.

Du
16
Dealer
10

Beim Entscheiden siehst du immer nur eine Dealerkarte — die offene Karte.

5

Deine fünf Möglichkeiten

Jede Hand läuft auf diese fünf hinaus. Verdoppeln und Splitten sind die einträglichen — sie bringen mehr Geld auf den Tisch, wenn die Lage für dich spricht. Genau darauf wartet ein Zähler.

Welche Wahl richtig ist, ist keine Gefühlssache. Es ist gelöste Mathematik, und sie heisst Basisstrategie.

ZiehenNimm eine weitere Karte.
StehenBehalte, was du hast.
VerdoppelnEinsatz verdoppeln, genau eine Karte nehmen.
SplittenZwei gleiche Karten → zwei Hände, zweiter Einsatz.
AufgebenAufgeben und den halben Einsatz behalten.
6

Der Dealer hat keine Wahl

Der Dealer folgt einer festen Regel: ziehen bis 17, dann aufhören. Kein Ermessen, keine Reaktion auf deine Hand.

Eine Variante zählt: ob der Dealer auch bei weich 17 (Ass + Sechs) zieht. Das ist die H17-Regel, und sie ist für dich etwas schlechter als S17. Im Trainer kannst du beides einstellen.

Dealer muss ziehen
16

16 — der Dealer zieht erneut, egal was auf dem Tisch liegt.

Dealer muss stehen
17

17 oder mehr — der Dealer hält, selbst gegen deine 20.

7

Was ausgezahlt wird

Ein Blackjack ist ein Ass plus eine Zehnerkarte auf den ersten beiden Karten. Er zahlt mehr als ein normaler Gewinn — 3:2 — und ist der grösste einzelne Grund, warum hohe Karten gut für dich sind.

Achte auf Tische, die stattdessen 6:5 zahlen. Diese eine Änderung kostet mehr, als ein guter Zähler verdient — deshalb steht dieser Trainer standardmässig auf 3:2.

Blackjack
Blackjack
GewinnDu bekommst deinen Einsatz zurück, plus denselben Betrag (1:1).
BlackjackAss + Zehner auf den ersten beiden Karten zahlt 3:2.
UnentschiedenGleiche Summe wie der Dealer — Einsatz zurück, nichts verloren.
8

Warum sich das überhaupt schlagen lässt

Karten werden ohne Zurücklegen gegeben. Was raus ist, ist raus — also verschiebt sich die Zusammensetzung des Schlittens im Lauf der Runden, und manchmal zu deinen Gunsten.

Hohe Karten helfen dir: mehr Blackjacks zu 3:2, bessere Verdopplungen und ein Dealer, der öfter in eine heikle Hand ziehen muss. Niedrige Karten helfen dem Dealer.

Zählen ist nichts anderes, als mitzuverfolgen, in welche Richtung sich der Schlitten verschoben hat — und mehr zu setzen, wenn er für dich spricht. Das ist das nächste Kapitel.

Ein Schlitten voller solcher Karten zahlt dir öfter 3:2 — und überkauft den Dealer öfter.

Teil 2 — Karten zählen

Der Vorteil selbst. Tippe ein Thema an, um es zu öffnen.

Die Grundlagen

Du führst eine einfache laufende Bilanz, während die Karten fallen. Sind noch viele hohe Karten im Schlitten, kippen die Chancen zu dir — also setzt du mehr und passt ein paar Züge an. Das ist eine Frage von Aufmerksamkeit und Rechnen, kein Betrug, und völlig legal.
Jede Karte bekommt einen Wert: niedrige Karten 2–6 = +1, mittlere 7–9 = 0, hohe 10, B, D, K, A = −1. Addiere sie, während die Karten erscheinen — die Summe ist dein Running Count. Ein hoher positiver Count heisst: viele hohe Karten sind noch da — gut für dich.
Der Running Count allein reicht nicht — +6 bei sechs Restdecks ist schwach, +6 bei einem Restdeck ist stark. Also teilst du: True Count = Running Count ÷ Restdecks. Der True Count ist dein tatsächlicher Vorteil, und er steuert Einsatz wie Abweichungen.

Strategie

Der mathematisch beste Zug für jede Hand — ziehen, stehen, verdoppeln, splitten oder aufgeben — unter der Annahme, dass du nicht zählst. Lerne das zuerst: es ist das Fundament und drückt den Hausvorteil bereits auf fast null. Der Modus Lernkarten übt es Hand für Hand.
Läuft der Count hoch oder tief, ändern sich eine Handvoll Züge gegenüber der Basisstrategie. Klassisches Beispiel: normalerweise ziehst du bei hart 16 gegen eine Dealer-10 — ab einem True Count von 0 aufwärts bleibst du stehen. Aus diesen count-basierten Änderungen kommt der zusätzliche Vorteil.
Von allen möglichen Abweichungen steckt der meiste Wert in einer kleinen Auswahl: den Illustrious 18 (den 18 wertvollsten Spielabweichungen) und den Fab 4 (den 4 wertvollsten Aufgabe-Abweichungen). Die Namen musst du dir nicht merken — die Lernkarten-Stufe „Abweichungen“ bringt sie dir direkt als Situationen bei.

Einsätze & der Schlitten

Du setzt klein, wenn der Count tief ist, und gross, wenn er hoch ist — dieser Abstand ist dein Bet Spread. Fast der ganze Gewinn eines Zählers kommt daher, mehr Geld auf den Tisch zu bringen, wenn die Chancen für dich stehen. Ein Spread von 1–16 ist ein verbreiteter professioneller Standard.
Um aus dem Running Count einen True Count zu machen, musst du abschätzen, wie viele Decks übrig sind — mit blossem Auge, an der Dicke im Ablagefach, genau wie am echten Tisch. Das klingt schwer, geht mit Übung aber schnell. Genau das trainiert der Modus Deck-Schätzung.

Die Trainingsmodi

Speed Drill

Halte den Running Count, während die Karten vorbeiblitzen — für reines Tempo.

Lernkarten

Entscheide bei jeder Hand richtig — samt Abweichungen nach Count.

Bet Spread

Wähle den passenden Einsatz zum Count an realistischen Tischen.

Deck-Schätzung

Schätze die Restdecks am Ablagefach ab.

Casino-Session

Bring alles zusammen — an einem realistischen, voll besetzten Tisch.

Bereit, den Count zum Reflex zu machen?

Alles oben wird mit Übung zum Automatismus. Fang mit den kostenlosen Übungen an — keine Karte nötig.

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